Der Antriebsriemen oder „Autoriemen“ ist ein Verschleißteil, dessen Ausfall zu schwerwiegenden Motorschäden führen kann, weshalb die Materialhaltbarkeit und Konstruktionsgenauigkeit entscheidend sind. Heutige Riemen verwenden duromere Polymere, die mit Peroxiden vernetzt sind, um thermische Stabilität zu gewährleisten, sowie Polyester-Seile, die mit Resorcin-Formaldehyd-Latex (RFL) behandelt wurden, um die Haftung zu verbessern. Konstruktive Varianten umfassen Variomat-Riemen mit konischem Profil und mehrrippige Riemen mit parabelförmigen Rippen zur gleichmäßigen Spannungsverteilung. In der Anwendung erzeugen Turbolader extreme Temperaturzyklen, weshalb Riemen mit silikonmodifizierten Verbindungen erforderlich sind, die bei 150 °C elastisch bleiben. Ein Logistikunternehmen in bergigen Regionen stellte fest, dass V-Riemen mit Kevlar-Verstärkung unter hohen Lasten keine Dehnung aufwiesen und so die Generatorleistung trotz Höhenunterschieden stabil blieb. Für autonome Fahrzeuge verhindern riemen mit nichtmagnetischen Eigenschaften Störungen der Sensoren; in landwirtschaftlichen Maschinen leiten antistatische Riemen die beim Getreidebearbeiten entstehenden elektrischen Ladungen ab. Beschleunigte Lebensdauertests mit Zweiachsen-Spannern simulieren jahrzehntelangen Verschleiß innerhalb weniger Monate, um Zuverlässigkeit sicherzustellen. Interessenten, die Riemen für unkonventionelle Anwendungen benötigen – beispielsweise für Drohnen-Tankpumpen oder mobile medizinische Einheiten – können Machbarkeitsstudien anfordern. Maßgeschneiderte Lösungen können eine geänderte Seildrehdichte, die Zugabe von antistatischen Additiven oder eine angepasste Reibungskoeffizienten der Ummantelung für spezifische Riemenscheibenmaterialien beinhalten.